Die Allianz
Die Allianz zählt heute zu den weltweit größten Versicherungskonzernen und Finanzdienstleistungsunternehmen. Dabei ist der Hauptsitz in München und das Unternehmen ist ebenfalls an der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet. Es ist dabei im DAX, dem Index der größten deutschen Unternehmen, gelistet. Weltweit tritt das Unternehmen samt der zahlreichen Tochterunternehmen unter dem Namen Allianz Group auf. Den Vorstandsvorsitz hat seit 2003 Michael Diekmann inne.
Entwicklung der Allianz
Die Allianz kann ebenfalls auf eine sehr lange Firmengeschichte zurückblicken, die bis ins Jahr 1890 zurückreicht. 1889 wurde die Allianz Versicherungs-AG gegründet, ihre Geschäftstätigkeit nahm sie allerdings erst 1890 auf. Gründer waren Carl von Thieme und Wilhelm von Finck. Die Finanzierung des neuen Versicherungsunternehmens erfolgte über die beiden Banken Merck Finck & Co., sowie die Dresdner Bank AG. Ebenfalls gründeten die beiden Herren die Münchener Rückversicherung, die genauso maßgeblich an der Finanzierung der Allianz beteiligt war.
Schon drei Jahre nach der Gründung konnte man in London die erste Filiale im Ausland gründen und seit 1895 werden die Aktien der Allianz an der Berliner Börse gehandelt. Besonders bekannte Versicherungsfälle, die die Allianz zu großen Teilen ausgleichen musste, waren in den Jahren 1906 das große Erdbeben von San Francisco und sechs Jahre später das Sinken der legendären Titanic.
Heute ist die Allianz in fast allen Versicherungssparten vertreten, so dass es auch die Allianz Lebensversicherungs-AG gibt, die allerdings erst seit 1922 besteht. Überhaupt waren die 1920er Jahre für die Allianz Versicherung sehr erfolgreich, denn in dieser Zeit konnten viele namhafte Versicherer aufgekauft werden. Teilweise durften diese ihre Namen behalten und zumindest halbautonom weiter am Markt agieren. Seit 1932 befasst sich die Allianz auch mit dem Thema Schadenforschung, aus dem schließlich das Allianz Zentrum für Technik hervorging.
Ein weniger imageförderndes Verhalten ergab sich in der Zeit von 1933 bis 1945, als die Allianz auch Untergruppen der damaligen NSDAP versicherte. Die Allianz verlegte ihren bis dato in Berlin ansässigen Firmensitz nach der Blockade der Hauptstadt im Jahre 1949 nach München, wo er noch heute zu finden ist.
Ein großer Sprung gelang dem Unternehmen auch in den 1970er Jahren. Damals wurden erneut zahlreiche Versicherer aufgekauft und übernommen, so dass das Auslandsgeschäft sehr stark ausgebaut werden konnte. Erstmals musste die Allianz 2001 ein negatives Geschäftsergebnis vorlegen. Begründet war dies durch die Übernahme der Dresdner Bank, aber auch durch massive Schäden in der Versicherungsbranche, wie dem Anschlag auf das World Trade Center und viele Naturkatastrophen in Mitteleuropa, für die die Allianz aufkommen musste.
Angebote der Allianz
Die Haupttätigkeit der Allianz ist immer noch in der Versicherungswirtschaft zu finden. Einen großen Teil machen die Schaden- und Unfallversicherungen aus, die Umsätze von über 42 Milliarden Euro in 2009 erzielen konnten. Noch darüber angesiedelt sind die Lebens- und Krankenversicherungen, die ein Beitragsaufkommen von mehr als 50 Milliarden Euro ausmachen.
Im Bankbereich spielt die Allianz in Deutschland eine kleinere Rolle, seitdem zu Beginn des Jahres 2009 die Dresdner Bank an die Commerzbank verkauft wurde. Allerdings gibt es seither die Allianz Bank, die eine Tochter der Oldenburgischen Landesbank ist, die ebenfalls zur Allianz gehört. In Italien und Frankreich unterhält die Allianz ebenfalls einige Banken.
Als kleinster Geschäftsbereich zählt das Asset Management, das unter Allianz Global Investors bekannt ist. Dieser Geschäftsbereich befasst sich mit der Verwaltung des Vermögens von privaten und institutionellen Anlegern in den Bereichen Aktien und Anleihen.