Beitragserhöhungen bei der ARAG

Die private Krankenversicherung muss ebenso, wie die gesetzlichen Kassen, von Zeit zu Zeit die Beiträge für ihre Versicherten anpassen. Denn auch hier zeigen sich die Auswirkungen steigender Kosten. Zum 01. April 2011 hat beispielsweise die ARAG Krankenversicherung ihre Tarife angepasst. Wer bei der Versicherung bereits vorher privat abgesichert war, muss sich allerdings keine Sorgen machen, denn die erhöhten Beiträge gelten nur für neu abgeschlossene Tarife.

Selbstständige und Arbeitnehmer nicht betroffen

Ebenfalls können Selbstständige, Freiberufler und Arbeitnehmer aufatmen, die sich in naher Zukunft für die Versicherung entscheiden, denn sie sind von den Beitragsanpassungen ebenfalls nicht betroffen. Lediglich die Tarife, die für Beihilfeberechtigte, wie etwa Beamte, angeboten werden, mussten angepasst werden.

Diese Tarife sind aber ohnehin sehr preiswert, schon alleine aus dem Grund, weil Beihilfeberechtigte nur einen geringen Teil der Gesundheitsversorgung über die private Krankenversicherung absichern müssen. Der größere Teil wird vom Dienstherrn über die Beihilfe aufgebracht. Die Anpassungen der Tarife sind überdies in einem akzeptablen Rahmen angesiedelt, so dass eine übermäßige Belastung der Betroffenen nicht zu erwarten ist.

Weitere Erhöhungen nicht ausgeschlossen

Doch nicht nur bei der ARAG Krankenversicherung, sondern auch bei anderen privaten Krankenversicherungen könnte es in naher Zukunft zu Beitragsanpassungen nach oben kommen. Zum Einen müssen die Versicherer nach dem Grundsatzurteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) künftig Unisex-Tarife einführen. Diese führen zu gleich hohen Beiträgen für Frauen und Männer, so dass die Herren mit steigenden Beiträgen rechnen müssen. Zum Anderen sollen gleichfalls die GOZ und GOÄ, die Gebührenordnungen für Ärzte, künftig angepasst werden, was zu weiteren Kostenerhöhungen führen würde.

Diese erhöhten Kosten auf der Ausgabenseite können auch private Krankenversicherungen nicht alle selbst tragen, sondern müssen hier entsprechende Maßnahmen ergreifen, um kostendeckend arbeiten zu können. Und genau das kann nur funktionieren, indem die Beiträge für die Versicherten erhöht werden. Für Privatpatienten heißt es also künftig, dass sie etwas tiefer in die Tasche greifen müssen, um den umfassenden Krankenversicherungsschutz zu erhalten.


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